· 

Froome-Freispruch: „Es gibt keine Verbindung zwischen der UCI- und ASO-Entscheidung“

 

Der Doping-Freispruch für Chris Froome durch die UCI hat hohe Wellen geschlagen – besonders, weil er kurz nach dem Startverbot für Froome bei der Tour de France erfolgte. Im Interview nimmt UCI-Chef David Lapartient Stellung.

 

Lapartient führt den Freispruch hauptsächlich auf die Entscheidung der World Anti-Doping Agency (Weltantidopingagentur, WADA) in diesem Fall zurück, der man sich angeschlossen habe. Angesprochen auf den Zeitpunkt des Freispruchs erklärt Lapartient, dass man zentrale Erklärungen Froomes erst am 4. Juni und den WADA-Entscheid erst am 28. Juni erhalten habe – daraufhin habe man binnen weniger Tage eine Entscheidung getroffen.

 

Die UCI-Entscheidung sei zufälligerweise nah am Startverbot durch den TdF-Veranstalter ASO erfolgt. „Es gibt keine Verbindung zwischen beiden Entscheidungen“, versichert Lapartient. Man habe auch die ASO vorab informiert, dass die UCI seine Entscheidung noch vor dem Tour-Start bekanntgeben werde.

 

Warum hat das Verfahren neun Monate gedauert? Der Fall sei so komplex und schwierig gewesen, dass man viele Experten habe konsultieren müssen.

 

Die UCI werde ihren Kampf gegen Doping fortsetzen und sich beispielsweise dafür einsetzen, dass das Opioid Tramadol auf die Dopingliste der WADA gesetzt werde.