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Eschborn-Frankfurt als Jedermann – so war's

Eschborn–Frankfurt gehört zu den wichtigsten deutschen Eintagesrennen. Und auch das Jedermann-Rennen im Rhein-Main-Gebiet ist inzwischen fast schon ein Klassiker. Zum zweiten Mal bin ich mitgefahren. Ein Erfahrungsbericht.

 

In diesem Jahr waren insgesamt 5094 Jedermänner- und frauen mit am Start und absolvierten die kurze 50 km-Strecke, die 90 km-Runde oder aber den Parcours über 104 km (den ich bestritten und im anschließenden Video etwas dokumentiert habe).

 

Bei recht kühlen Temperaturen, aber erfreulicherweise im Vergleich zu 2017 trockenen Wetterbedingungen sind wir am 1. Mai 2018 auf dem Expo-Gelände in Eschborn gestartet, zunächst Kurs nehmend auf Frankfurt und den Zielbereich der Profis. Von der Alten Oper ging es dann nach Riedberg, Bad Homburg und durch die Altstadt von Oberursel zum Großen Feldberg. Über elf Kilometer bis auf 850 Meter Höhe führt die Straße, mit moderaten 5-6% Steigung im Schnitt, was den Berg zu einem Rollerberg macht. Schön bei der Auffahrt ist besonders eine Kurve, in der traditionellerweise jüngeres Publikum mit lauter Partymusik steht, um die Fahrer anzufeuern.

 

Das bin ich, den Mammolshainer Stich hinaufkeuchend.
Das bin ich, den Mammolshainer Stich hinaufkeuchend.

Nach dem Feldberg führt die Strecke über Glashütten zum Anstieg in Ruppertshain, bevor die Strecke über Fischbach, Kelkheim, Sulzbach nach Schwalbach, worauf der Mammolshainer Stich folgt, ein sehr kurzer, aber extrem steiler Hügel (bis zu 23%), den ich mit freundlicher Anfeuerung durch den ostdeutschen „Teufel“ Didi Senft meisterte – nur ein Mal, während die Profis viermal hier hochfahren mussten.

Sonnig, die Skyline Frankfurts im Blick.
Sonnig, die Skyline Frankfurts im Blick.

Nach dem Mammolshainer Berg ging es Richtung Opel-Zoo und Kronberg zum Zieleinlauf in Eschborn.

 

Was das Rennen so schön macht, ist nicht nur die abwechslungsreiche, landschaftlich attraktive und nur mittelschwere Streckenführung, sondern insbesondere das sehr engagierte Publikum. Während am Vorwochenende beim Jedermannrennen zu Lüttich-Bastogne-Lüttich kaum Zuschauer die Straßen säumten und die Nicht-Profis anfeuerten, waren es bei Eschborn-Frankfurt Tausende.

 

Hier mein Bericht vom Profirennen, hier meine Interviews mit Profis im Anschluss an mein Rennen.