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Schulterblick: Als sich der beste Cyclocross-Fahrer der Welt das Regenbogentrikot holte

23. Februar 1969
Erik de Vlaeminck: Sieg bei der Querfeldein-Weltmeisterschaft

Der in Eeklo in Belgien geborene Erik de Vlaeminck ist vermutlich der beste Querfeldein(Cyclocross)-Fahrer, den die Welt je gesehen hat. Am 23. Februar vor 39 Jahren gewann er die Querfeldein-Weltmeisterschaft.

Zum ersten Mal Weltmeister im Alter von 20 Jahren, beendete Erik seine Karriere mit sieben Weltmeistertiteln, sechs davon hintereinander gewonnen. Es wären acht hintereinander geworden, wenn ihn ein beschädigtes Rad nicht 1967 auf den fünften Platz ausgebremst hätte. Sein Bruder Roger sicherte sich 1975 ebenfalls den Weltmeistertitel, also gab es zwischen 1966 und 1975 nur zwei Weltmeisterschaften, bei denen kein De Vlaeminck oben auf dem Podium stand.

1969 gewann Erik zum dritten Mal, diesmal in Magstadt. Er gewann mit mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung vor dem deutschen Heim-Champion und dreifachen Weltmeister Rolf Wolfshohl.

De Vlaeminck wurde auch vierfacher Belgischer Meister. In diesen Jahren begann die belgische Dominanz beim Querfeldeinsport. Zurzeit sind in den 50 Jahren, seit De Vlaeminck seine erste Weltmeisterschaft für Belgien gewann, 27 Mal belgische Sportler erfolgreich gewesen. Als Nächstes folgt Frankreich mit zehn Siegen.

Neben seiner dominanten Roll im Cyclocross war De Vlaeminck auch auf der Straße unterwegs. Er gewann eine Tour-Etappe und kam mehrfach unter die ersten fünf bei Eintagesklassikern. Und als er selbst nicht mehr um Medaillen fuhr, wurde er belgischer Nationaltrainer.

Foto: Rob Mieremet (Anefo) [CC BY-SA 3.0 nl], via Wikimedia Commons

 

Aus: Giles Belbin: Ein Jahr im Sattel. 365 Geschichten aus der Welt des Radsports. 337 Seiten, Verlag Freies Geistesleben, 25 Euro, ISBN 978-3-7725-2821-7